Ausleitende Verfahren sind tradierte Naturheilverfahren, die auf der Humoralpathologie Virchows bzw. der Säftelehre basieren und neben einer allgemeinen Umstimmungstherapie (neurohumeraler Funktionsstörungen) heute mehr als eine unspezifische Reiztherapie genutzt werden.
Auch von der Schulmedizin wird bei bestimmten Erkrankungen (Polyglobulie, Hämochromatose) der Aderlass durchgeführt, um schnell unphysiologische Anhäufungen bestimmter Stoffe "aus dem Körper herauszuleiten".
Das "Ausleiten" bezieht sich naturheilkundlich auf Stoffwechselprodukte und Gifte im weitesten Sinne (z.B. Schwermetallbelastungen).
Neben kritisch zu wertenden Verfahren ("offene Fontanelle", Baunscheidt-Verfahren) sind heute besonders das trockene und blutige Schröpfen, die Schröpfkopfmassage und die Blutegeltherapie etabliert.