Inkontinenztherapie kann in der urologischen, onkologischen und neurologischen Rehabilitation, aber auch in anderen Indikationen zur Verbesserung der Funktion der Schließmuskulatur von After (Stuhlinkontinenz) und Harnblase etabliert werden.
Bei letzterer ist die Drang- von der Stressinkontinenz abzugrenzen. Vorgehend ist immer eine Ursachenklärung notwendig. Neben operativen Verfahren und einer medikamentösen Beeinflussung hat sich besonders das krankengymnastische Beckenbodentraining bewährt.
Daneben spielen in der Inkontinenztherapie die Information über die Erkrankung, die psychologische Begleitung zur Vermeidung sozialer Rückzüge, Anleitungen zur Elektromyostimulation des Beckenbodens, Vermittlung zu Selbsthilfegruppen und eine Hilfsmittelberatung über Auffangsysteme eine wesentliche Rolle.