Phytotherapie ist die Anwendung von Pflanzen bzw. Teilen und Wirkstoffen (sog. Drogen) von Pflanzen auf den menschlichen Organismus. Sie hat eine lange Tradition und war schon in der Antike bekannt (Aristoteles, Galen).
Durch Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim) erfolgte im Mittelalter eine Renaissance der Kenntnisse, bis sie dann durch Pfarrer Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert als eine der 5 Säulen der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) etabliert wurde.
Die zunehmende wissenschaftliche Anerkennung der Phytotherapie ermöglicht eine alternative oder ergänzende medikamentöse Behandlung vieler Funktionsstörungen und Krankheiten. Allerdings sollte vor dem unkritischen Gebrauch dieser "sanften" Medizin gewarnt werden, die von Heilpraktikern und Ärzten (hier mit der Zusatzbezeichnung "Naturheikunde") ausgeübt wird.