Psychosomatische Schmerzbehandlung wird zur Intervention von chronifizierten Schmerzzuständen eingesetzt, wo sich keine ausreichende Erklärung für Schmerzen durch körperliche Befunde ergibt oder wo es durch psychosoziale Faktoren und eine Veränderung der Funktion des Zentralen Nervensystems ("Neuroplastizität") zu einer krankhaften Schmerzleitung, Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung gekommen ist.
Die vielfältigen körperlichen, seelischen und sozialen Wechselwirkungen würdigend, ist das Hauptanliegen der Psychotherapie mit den Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, deren größtmögliche Selbsthilfe und Eigenkontrolle zu erreichen und durch eine aktive Lebensgestaltung das Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Leben bestimmenden Schmerz ablösen.